Checkliste Content-Relevanz

Checkliste Content RelevanzDie herkömmlichen Faktoren für das Ranking von Webseiten bei Google haben weitgehend ausgedient. Früher waren Backlinks und einzelne Keywords entscheidend, heute ist es die Relevanz der Inhalte. Aber worauf kommt es an?

Die Content-Relevanz-Faktoren

Mit unserer Checkliste können Sie schnell und einfach überprüfen, wo die Stärken und Schwächen Ihrer Webseite hinsichtlich relevantem Content liegen. Wir haben zu jedem Erfolgsfaktor Aussagen formuliert, die Sie mit „Stimmt“, „Stimmt nicht“ oder „Weiß nicht“ beantworten können.

Am Ende zählen Sie Ihre Antworten zusammen und erhalten ein Gesamtbild. Antworten, die Sie mit „Stimmt“ beantwortet haben sind Stärken; je mehr, umso besser. Überall, wo Sie mit „Stimmt nicht“ oder „Weiß nicht“ geantwortet haben, sollten Sie sich um Verbesserungen bemühen, damit Sie das Ranking Ihrer Webseite steigern.

Checkliste Content-Relevanz

Die Definition von Content-Relevanz

Content-Relevanz ist bisher nicht definiert. In diesem Beitrag ist relevanter Content als Content von Webseiten mit Texten, Bildern und Videos zu verstehen, die den Nutzern der Google-Suchmaschine wichtige und ihrer Suchintention entsprechende Informationen liefern.

Der Begriff Relevanz steht für Bedeutsamkeit oder Wichtigkeit in einem bestimmten Zusammenhang. Der „bestimmte Zusammenhang“ besteht bei Webseiten primär darin, dass diese gefunden werden sollen, um konkrete Informationsbedürfnisse zu befriedigen.

Content RelevanzRelevanter Content ist die Schnittmenge der Informationsbedürfnisse, die durch Webseiten befriedigt werden:

  • Was die Wunschkunden interessiert
  • Was das Unternehmen mitteilen will
  • Worüber im Markt diskutiert wird

Wie entsteht Content-Relevanz?

 

Relevanter Content ist das Ergebnis eines Zusammenwirkens vieler Einzelmaßnahmen:

  • Content-Strategie mit Zielsetzungen, Maßnahmen und Erfolgskontrolle
  • Wunschkunden-Definition
  • Themenplan zu den wichtigsten Keywords
  • Redaktionsplan für die wichtigsten Touchpoints
  • Content-Konzeption der Firmenwebseite inkl. Social Media
  • Maßnahmenplan SEM, SEA, SEO
  • Analyse der Benutzersignale
  • Technische Grundlagen
  • Qualität und Anzahl der Backlinks

Worauf kommt es bei Content-Relevanz an?

Content Relevanz UnternehmerDiese Frage hat Volker Wendeler in einem Fachbeitrag für das Wissensportal für Fach- und Führungskräfte unternehmen.de beantwortet.

Da die Suchmaschinen die Content-Relevanz von Webseiten immer genauer bewerten, liegt das Augenmerk auf den messbaren Qualitätsfaktoren.

Den Fachbeitrag "Worauf es bei relevantem Content ankommt" können Sie hier herunterladen.

Die Rahmenbedingungen von Content-Relevanz

Die technische Entwicklung, die „Big Data“ genannt und von Google intensiv genutzt wird, ermöglicht die Sammlung, Analyse und Nutzung extrem großer Datenmengen. Mit der Technologie des Big Data können beispielsweise Zusammenhänge aus der Vielfalt von Kundendaten, Kontaktdaten, Lieferungen, Aufträgen, Transaktionen transparent gemacht werden, um daraus Rückschlüsse auf verschiedenste Kriterien zu ziehen.

In Unternehmen kann der Einkauf auf exakten Bedarf reagieren, die Produktion kann herstellen, was sich demnächst gut verkaufen wird, Preise können der Marktlage angepasst werden, die Ursachen für Umsatz- oder Kostentreiber können „per Mausklick“ ermittelt werden. Im Marketing ist es mit Big Data-Technologie möglich, den Kunden durch das Internet in die Läden zu folgen, Besuche und Click-Raten auszuwerten, kaufentscheidende Faktoren zu identifizieren. Google bewertet mit „Big Data“ die Qualität der Inhalte von Webseiten und bestimmt so die Position der Webseiten innerhalb der Suchergebnisse zu verwendeten Suchbegriffen.

Untersuchungen haben gezeigt, dass heutzutage 92% aller Transaktionen im B2B-Markt mit einer Suche nach Informationen beginnen. Schon länger ist bekannt, dass über 95% der Käufer im B2C-Markt ihre Käufe mit der Suche in Suchmaschinen beginnen. Das Internet quillt über an Informationen. War es früher aufwendig, Informationen überhaupt zu beschaffen, so ist heute der größte Aufwand für die Bewertung der Relevanz von Informationen und das Aussortieren unbrauchbarer Informationen erforderlich. Das hat auch Google erkannt und bewertet heute inhaltsbezogene Faktoren viel stärker als früher.

Die Qualitätsfaktoren von relevantem Content

An dieser Frage scheiden sich die Gemüter. Ein Deutschlehrer stellt hier andere Ansprüche als ein Google-Bot oder einer Ihrer Wunschkunden. Die Gratwanderung des Webseitenbetreibers besteht immer in einem ausgewogenen Kompromiss zwischen den Bedürfnissen der Kunden und Besucher sowie der Algorithmen der Suchmaschinen. Searchmetrics hat zu diesem Thema eine interessante Studie „Rebooting Ranking-Faktoren“ veröffentlicht

Wichtigster Faktor: die Content-Strategie

Bei der Vielfalt der heutigen Möglichkeiten, strategische Ziele über Content zu erreichen (oder zu verfehlen), ist die Ausarbeitung und Anwendung einer Content-Strategie unabdingbar. Darin müssen die für das Unternehmen wichtigen Themenfelder und Keywords exakt identifiziert sein. Ebenso sollten die Wunschkunden exakt beschrieben werden, möglichst mit der Persona-Methodik. Es versteht sich, dass relevanter Content eine exakte Identifizierung voraussetzt, was die Wunschkunden brennend interessiert bzw. welche Problemlösungen das Unternehmen anbieten kann.

Weiterhin müssen die Orte im Internet identifiziert werden, wo sich die Wunschkunden bevorzugt aufhalten und das Ganze sollte in einem jährlichen Redaktionsplan multimedial und kanalspezifisch aufbereitet werden.

Für die Produktion der Inhalte haben sich Checklisten bewährt, die sicherstellen, dass zum Beispiel die Google-Qualitätsrichtlinien oder die journalistischen Grundlagen berücksichtigt werden. Gleichzeitig sind die Kontrollen, Werkzeuge und Personen zu bestimmen, die die Einhaltung dieser Richtlinien überwachen.

Benutzersignale

Content Relevanz BesuchersignaleGoogle kann heute anhand der Kombination der gesammelten Daten weitgehend genau messen, ob ein Besucher einer Webseite mit dem Content zufrieden war. Die Klickrate (CTR) hat hier und generell bei der Relevanzbewertung das größte Gewicht. Früher zur Beurteilung von Werbebannern eingesetzt, wird die Klickrate heute für alle Webseiten eingesetzt. Sie wird in Prozent der Anzahl Impressionen gemessen: wird eine Webseiten 100x gezeigt und 1x geklickt, beträgt die Klickrate 1%. Top-Webseiten haben eine durchschnittliche Klickrate von 23%, die besten liegen bei über 40%.

Ebenso wichtig ist die Dauer des Aufenthalts eines Besuchers auf einer Webseite. Die Verweildauer der Besucher von Top-Webseiten mit Content liegt bei über 3 Minuten, Besucher von Webseiten auf Position 1 verweilen für über 6 Minuten auf der Seite.
Die früher hoch bewertete Absprungrate hat an Bedeutung verloren. Gemessen wird, wie viel Prozent der Nutzer nur die jeweilige Landingpage anklicken, aber keine weitere URL der Domain besuchen. Top-Webseiten haben eine Absprungrate von etwa 40%.

Social Media

Searchmetrics hat herausgefunden, dass die Top-Webseiten allesamt mehrfach mit Social Media verlinkt sind. Führend bei der Verbreitung von relevantem Content ist Facebook, gefolgt von Google+, Twitter und Pinterest. Die Anzahl und Qualität von Likes, Shares und Kommentaren auf einen Beitrag korrelieren mit einem Top-Ranking, ob sie der Auslöser sind, ist weiterhin unklar. Sicher ist, dass Shares und Likes zu einem Beitrag auf einer Webseite die Anzahl der Backlinks erhöhen und damit indirekt zu einer Verbesserung im Ranking beitragen.

Technik-Faktoren

Der Begriff „Technik“ ist bei der Relevanz-Bewertung weit gefasst. Die Eignung einer Webseite für den Besuch mit mobilen Geräten wie Smartphones oder Tablets ist schon heute eine Grundvoraussetzung für gutes Ranking. Seiten ohne das sogenannte „responsive design“ werden schon bald kaum noch Chancen auf ein Top-Ranking haben.

Die Ergebnisse der Searchmetrics-Studie deuten darauf hin, dass die Seiten-Verschlüsselung per HTTPS zunehmend positiv bewertet wird. Ein Drittel der Top-Webseiten verwendet HTTPS.

Ein guter Text ist in Kapitel und Absätze gegliedert, die wiederum mit informativen Überschriften (H1 bis H6) versehen sind. Fehlen gegliederte Überschriften H1-H3, wird der Inhalt als wenig relevant bis irrelevant eingestuft.

Wie lange braucht eine Webseite, bis der Inhalt vollständig geladen ist? Die resultierende Seitenladezeit ist ein Wert, der gerade bei Mobile-Webseiten so kurz wie irgend möglich sein soll. Er ist von verschiedenen Faktoren abhängig, die früher separat bewertet wurden.

Es versteht sich, dass ein fehlerfreier HTML-Code, fehlerfreie Stylesheets (CSS), eine einwandfreie Funktion aller Webseiten in allen Browsern und als mobilen Geräten, Maschinenlesbarkeit aller Inhalte und viele weitere technische Faktoren auch weiterhin zu den unabdingbaren Grundlagen jeder Webseite zählen.

Backlinks

Backlinks, also Empfehlungen anderer Webseiten für die eigene Webseite, sind seit Beginn des Google-Pagerank ein wichtiges Kriterium für die Relevanzbewertung. Wird ein Inhalt oft und von Webseiten mit hohem Ansehen empfohlen, dann wird davon ausgegangen, dass der Inhalt gut ist.

Die Wichtigkeit der Backlinks für das Ranking hat über die Jahre abgenommen, ist aber immer noch hoch. Neben der Anzahl der Backlinks wird auch die Anzahl der Domains eingerechnet, die Backlinks vergeben.

Anwendererlebnis (User Experience)

Die Erfahrungen eines Nutzers bei der Interaktion mit einer Webseite galten lange Zeit als „Blackbox“. Inzwischen werden konkrete Parameter verwendet, um das Anwendererlebnis zu messen. Hierzu zählten früher beispielsweise die Schriftgröße und die Anzahl der Bilder, deren Bedeutung jedoch stark abgenommen hat. Heute stehen interaktive Elemente im Vordergrund. Dazu gehören zum Beispiel Menüs, Hyperlinks, Buttons oder klickbare Bilder, Präsentationen oder Videos.

Ebenso wichtig ist die schnelle Erreichbarkeit aller Unterseiten über eine durchdachte interne Linkstruktur. Neben der Anzahl und Qualität der internen Links wird auch die Anzahl und insbesondere die Qualität der externen Links bewertet, die dem Besucher vor allem Nutzen und Mehrwert bieten müssen.

„Bullets“, also übersichtliche Listen mit Aufzählungszeichen, werden ebenso positiv bewertet, wie die Existenz ungeordneter Listen negativ bewertet wird.

Wortanzahl

Es reicht heute nicht mehr so wie früher zu einem einzelnen Keyword 300 Wörter mit 3% Keyworddichte zu texten, sondern in den Inhalten müssen die wichtigsten Content-Relevanz-Faktoren berücksichtigt werden. Untersuchungen haben gezeigt, dass Webseiten mit über 1.000 Wörtern relevantem Inhalt sowohl als Desktop-Versionen, wie auch als Mobile-Versionen besser ranken als Seiten mit weniger Inhalten.

Keywords im Body

Das Damokles-Schwert des „Keyword-Stuffing“ oder „Keyword-Spamming“ schwebt über allen suchmaschinenoptimierten Texten. Diese Ausdrücke beschreiben Versuche, Webseiten durch vorsätzliches „Vollstopfen“ mit Keywords im Ranking nach vorne zu bringen. Leider ist die Grenze zu diesem Regelverstoß nicht bekannt. Die einen sagen „alles über 3% Keyworddichte“, die anderen „alles über 1%“.

Keywords in den Metadaten

Google hat immensen Forschungsaufwand bei Machine-Learning-Algorithmen betrieben, um die Relevanz von Inhalten zu bewerten. Die früheren SEO-Anleitungen „Keyword als erstes Wort im title“ oder „Keyword in der Überschrift H1 unterbringen“ sind weitgehend hinfällig, jedoch nicht schädlich. Searchmetrics fand heraus, dass nur noch etwa 45% der Top20 Webseiten ein Keyword im Metafeld „title“ hatten.

Der Autor

Volker WendelerVolker Wendeler beschäftigt sich mit Content, seit es das Internet gibt. Checklisten sind für ihn ein wichtiges Arbeitsmittel, um wichtige Aufgaben absolut korrekt zu erfüllen.
Er hat 2002 WMC Wendeler Marketing Consulting gegründet, um sein in vielen Jahren Berufspraxis in leitenden Marketing- und Vertriebsfunktionen gesammeltes Know-How kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) zur Verfügung zu stellen.

 

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