Social Media: die große allgemeine Verunsicherung?

Social MediaDie Medien überschlagen sich mit Meldungen zum Thema „Social Media“ (soziale Medien). Aber ist das auch alles glaubhaft und können Unternehmer daraus Entscheidungen ableiten?

Mit der WMC-Checkliste "Social Media Engagement", die Sie unten kostenlos herunterladen können, können Sie leicht überprüfen, ob sich ein Social Media-Engagement für Ihr Unternehmen lohnt.

Unternehmer und Führungskräfte sind durch die widersprüchlichen Meldungen in der Bandbreite von gigantischen Erfolgen bis zu katastrophalen Flops verunsichert. Sie wollen einerseits im Megatrend mitmachen, ihnen fehlen aber andererseits die Expertise und die Zeit, um sicher über ein Social Media Engagement zu entscheiden.

Ein Social Media Engagement erscheint auf den ersten Blick recht einfach und ist dazu noch vordergründig kostenlos. Viele Unternehmen, die mit einer ähnlichen Annahme in das Abenteuer Social Media gestartet sind, sind gescheitert. Denn ein Social Media Engagement ohne Ziel und Strategie zu beginnen, ist nur einer der zahlreichen Kardinalfehler. Auch ist ein Social Media Engagement keineswegs kostenlos und erfordert eine sorgfältige Vorbereitung.

1. Definieren Sie Ihre Zielgruppen.

Klingt banal, wird aber tagtäglich in vielen Unternehmen schlicht versäumt. Generelle Regel ist: die Geschäftsmodelle der Social Media Plattformen mit den größten Reichweiten wurden für Zielgruppen im Consumer-Markt (B2C) konzipiert. Bei Facebook, dem derzeit größten soziale Netzwerk, ist die Mehrzahl der deutschen Mitglieder weiblich und unter 34 Jahre alt. Unternehmen, die primär Zielgruppen im B2B-Markt ansprechen, werden über Facebook und ähnliche B2C-Plattformen kaum Geschäftskontakte herstellen können. Sie sollten die Social Media Kanäle genau untersuchen, über die sie ihre Zielgruppen tatsächlich erreichen können.

2. Definieren Sie, über welche Social Media Kanäle Sie Ihre Zielgruppen erreichen.

Die erste Motivation von Führungskräften, über ein Social Media Engagement nachzudenken, ist zumeist der Wunsch, mehr potentielle Kunden schneller und einfacher zu erreichen. Das ist grundsätzlich möglich, aber keinesfalls kostenlos. Kostenlos ist allenfalls die Benutzung der einzelnen Plattform, diese jedoch mit optimalen Inhalten zu versorgen, erfordert professionelle Arbeit. Alleine schon die Analyse der besten Social Media Kanäle ist aufwendig und sollte möglichst mit professioneller Hilfe durchgeführt werden.

3. Bereiten Sie sich auf öffentliche Kritik vor.

Die von den Usern generierten Social Media Inhalte sind nicht immer freundlich und nett. Ganz im Gegenteil sind Kommentare zu Unternehmen und deren Produkt- oder Leistungsangeboten oftmals kritisch. Die Macht der User ist groß und gefährlich und kann im schlimmsten Fall mit einem sog. „shitstorm“ die Reputation eines Unternehmens in wenigen Stunden nachhaltig schädigen. Nur wenn vor solchen Negativereignissen die möglichen Kritikpunkte eingegrenzt wurden, kann angemessen darauf reagiert werden.

4. Erstellen Sie eine Nutzenwertanalyse.

Viele Handlungsfelder eines Unternehmens können mit Social Media optimal bedient werden. Aber in wenigstens ebenso viele Aufgabenbereichen können mit klassischen Marketing-Instrumenten immer noch weitaus bessere Kommunikationsergebnisse erzielt werden. Im Einzelfalle kann eine Entscheidung, welches Instrument wofür optimale Ergebnisse liefert, nur durch eine Nutzenwertanalyse sicher gefällt werden.

5. Erstellen Sie einen Themenplan für Ihre Kommunikationsziele.

Auch wenn am Anfang jeder Kommunikation eigentlich die Ziele gesetzt werden sollten, was genau mit der Kommunikation erreicht werden soll, agieren viele Unternehmen in den sozialen Medien wild drauflos. Im besten Fall wundern sie sich dann, wie viel Arbeit diese Form der Kommunikation macht und schaffen mit hohem Mehraufwand die notwendigen Ressourcen. Im schlechtesten Fall kommt es zum Kollaps, weil es an den richtigen Themen und den richtigen Personen mangelt. Mit einem auf die Unternehmensziele ausgerichteten Themenplan können Aufwand und erwartete Ergebnisse optimal eingeschätzt werden.

6. Planen Sie den Aufwand für Ihr Social Media Engagement vor dem Start.

Ein optimales Social Media Engagement beginnt mit der Integration dieser neuen Kommunikationsform in die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Strategien eines Unternehmens. Social Media erfordert eigene Stellenbeschreibungen, geschultes Personal, strategische Grundlagen und genau definierte Prozesse. Selbst wenn ein Großteil der Social Media Aktivitäten über externe Dienstleister abgewickelt wird, müssen die Entscheider im Unternehmen für Social Media qualifiziert sein oder speziell geschult werden. Das alles verursacht Kosten, die vor einer Entscheidung zumindest grob überschlagen werden sollten.

7. Definieren sie die KPI vor dem Start.

KPI steht für Key Performance Indicator. Dies sind die Kennzahlen, womit Sie den Erfolg Ihrer Social Media Aktivitäten messen werden. Die bittere Pille vorab: eine RoI-Messung (Return-on-Invstment), wie Sie diese wahrscheinlich aus Ihrem Marketing kennen, gibt es für Social Media (noch) nicht. Messen können Sie die aus der Webseiten-Analytik bekannten Kennzahlen sowie je nach Social Media Plattform das Engagement der User oder Fans. Mit einer Aufstellung Ihrer KPI beugen Sie späteren Enttäuschungen vor.

8. Legen Sie fest, welches Monitoring und Reporting Sinn macht.

Im Kielwasser von Social Media segeln viele Dienstleister und leider auch Quacksalber, die für teures Geld geheimnisvolles Brimborium anbieten. Schauen Sie sich daher genau an, welchen Service oder welche Software sie nutzen wollen, um zu überwachen, was in den sozialen Medien über Ihr Unternehmen oder Ihre Konkurrenten berichtet wird. Seitenlange Berichte nutzen Ihnen auch mit den schönsten Schaubildern wenig, wenn das, was an Erfolgsüberwachung und Berichten geliefert wird, keinen kostendeckendden Mehrumsatz generiert.

9. Vermeiden Sie Fehleinschätzungen.

Social Media WahrnehmungslückeDas IBM Institute for Business Value hat kürzlich in einer Studie eindrucksvoll festgestellt, wie groß die Fehleinschätzung der Anbieter von Informationen in sozialen Medien ist.
Während die User auf den Plätzen 1 und 2 für ihre Social Media Interaktion Rabatte und Einkaufsmöglichkeiten nannten, glaubten die Anbieter von Social Media Seiten, diese Motive lägen auf den beiden letzten Plätzen im Ranking.

Solche und weitere Fehleinschätzungen können nur vermieden werden, wenn unternehmensspezifische Zahlen und Fakten recherchiert und zu Entscheidungsgrundlagen aufgearbeitet werden.

10. Prüfen Sie genau, welche Erfolgsfaktoren Ihr Unternehmen erfüllen kann.

Die Erfüllung der Erfolgsfaktoren für ein erfolgreiches Social Media Engagements können anhand einer Checkliste überprüft werden, die Sie nachfolgend kostenlos herunterladen können.

In der Checkliste „Social Media Engagement“ können Aussagen zu den 20 wichtigsten Erfolgsfaktoren des Social Media Einsatzes in Unternehmen mit „Stimmt“ oder „Stimmt nicht“ bzw. „keine Ahnung“ beantwortet werden. Wird eine Aussage mit „Stimmt“ beantwortet, dann bedeutet dies einen Pluspunkt für ein Social Media Engagement. Jede Aussage, die mit „Stimmt nicht“ oder „keine Ahnung“ beantwortet wird, stellt einen Minuspunkt für ein Social Media Engagement und eine Schwachstelle in der Planung dar.

Werden 15 und mehr Aussagen mit „Stimmt“ beantwortet, dann hat das Unternehmen gute Chancen für ein erfolgreiches Social Media Engagement. Zur Sicherheit sollte vor der Ausarbeitung einer Social Media Strategie noch eine Nutzenwertanalyse durchgeführt werden. Werden hingegen über 50% der Aussagen mit „Stimmt nicht“ bzw. „Keine Ahnung“ beantwortet, dann sollten Sie den Einsatz von Social Media in Ihrem Unternehmen gründlich überdenken.

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Möchten Sie gerne unsere individuelle Marketingberatung in Anspruch nehmen? Dann wäre eine Kontaktaufnahme der nächste Schritt. Wir rufen Sie kostenlos zurück, wenn Sie uns Ihre Wünsche in der nebenstehenden Kontaktbox übermitteln. Für ein unverbindliches Beratungsgespräch erreichen Sie uns auch unter der Telefonnummer +49 (0)221 40 31 57. Oder Sie schreiben uns eine E-Mail mit Ihren Wünschen. Wir freuen uns auf Ihren Kontakt!

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